Diagnose: Vorstufe zu Gebärmutterhalskrebs

Das Telefon läutete. Nichtsahnend hob ich ab: „Hallo!“

Auf der anderen Seite des Hörers vernahm ich eine mir vertraute Stimme. Mein Gynäkologe war in der Leitung. Da ich eine Woche zuvor eine Vorsorgeuntersuchung hatte, bedeutete der Anruf nichts Gutes. Meine Annahme war richtig. Er informierte mich, über meinen Befund. 

Der Abstrich ergab einen PAP IV (Papillomavirus) – in diesem Fall müsse er eine Gewebsprobe nehmen und diese auf Krebszellen bzw. HPV Vieren (humane Papillomaviren) untersuchen lassen. Er erklärte mir, wie viele verschiedene HPV Vieren es gäbe, und dass nicht alle Arten gefährlich sind. Nun gut, mir blieb nichts anderes übrig, als nochmal eine Untersuchung inkl. Gewebsprobe über mich ergehen zu lassen. 

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Nun hieß es für mich warten. Eine Woche der Ungewissheit…. ich weiß gar nicht, was mich mehr betroffen machte, das Warten auf die Ergebnisse oder schlussendlich doch die Gewissheit, dass die Tests positiv waren.

Diagnose: Vorstufe zu Gebärmutterhalskrebs. 

Der Arzt klärte mich auf, welche Schritte nun unternommen werde. Von Bluttest und EKG für die Operation bis hin zu den Nachuntersuchungen. Den OP-Termin setzte er gleich für eine Woche später an, da er keine Zeit verlieren wollte. 

Am Tag der Operation rückte ich um 07:00 Uhr im Sanatorium ein. Dann ging alles recht schnell: Zimmer bezogen, noch einige Formulare ausgefüllt und schon ging es ab in den OP. Keine Ahnung wie lange die Operation dauerte…. irgendwann öffnete ich meine Augen im Aufwachraum. Eine Nacht musste ich zur Beobachtung bleiben, da mir nach der OP gesagt wurde, dass doch mehr von meinem Gebärmutterhals entfernt werden musste.

Anschließend folgten 2 Wochen Krankenstand, da man nach der Operation hauptsächlich liegen und sich schonen sollte um die Nachblutungen in den Griff zu bekomme. 

Bei mir verlief fast alles nach Plan, so waren meine bisherigen Nachuntersuchungen Gott sei Dank negativ ausgefallen. So wie auch die letzte vor 3 Wochen.

Daher meine Lieben ist es wichtig regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, denn es gibt leider auch Frauen, die nicht so viel Glück wie ich hatten, denen die Gebärmutter komplett entfernt wurde oder noch schlimmeres widerfuhr. Also rafft euch auf und macht einen Termin bei eurem Gynäkologen. Einfach um sicher zu gehen, dass bei euch alles in Ordnung ist. 

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Dicke Umarmung

Ela

Allgemein

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Ich wurde vor 38 Jahren in Innsbruck (Österreich) geboren. Meine Kindheit habe ich als eine sehr schöne Zeit in Erinnerung. Damals war alles noch so unbeschwert und frei. Unsere Mama (ich habe eine 1 Jahr ältere Schwester) hat uns einfach 'Kind sein' lassen. Wir mussten nicht funktionieren, wie es heute von einem Erwachsenen verlangt wird. Wir mussten nicht irgendwelche Erwartungen erfüllen. Für unsere Mama war es einfach nur wichtig, dass wir eine schöne und unbeschwerte Kindheit haben.

Je älter ich wurde, umso komplizierter wurde das Leben. Plötzlich musste ich mich mit Schmetterlingen im Bauch und Liebeskummer auseinandersetzen. Die Welt, so wie ich sie kannte, hat sich verändert.

Natürlich war ich ein kleiner Rebell unter den pubertierenden Teenagern, aber auch diese Zeit ging vorbei....

..... jetzt nach ein paar Jährchen bin ich eine 'Single Mum' von 2 Kindern. Die Beiden (6 und 8 Jahre) treiben mich manchmal in den Wahnsinn. es kommt mir manchmal so vor, als wäre das die Strafe für meine Teenagerzeit. Aber nichts desto trotz möchte ich sie keinen Tag missen.

Hier erzähle ich einwenig aus unserem Leben und versuche anderen Mut zu machen, vielleicht das eine oder andere Mal aus der Reihe zu tanzen und nicht immer der Gesellschaft zu entsprechen....

4 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Liebe Ela, oh Gott du Arme. Ich drücke dir die Daumen, dass alles weiter gut geht. Ich drücke dich ganz doll. Ich kann mir den Schock vorstellen. Mir wurde mit 40 die komplette Gebärmutter entfernt wegen eines rasant wachsenden Myoms. Vor zwei Jahren ein Eierstock. Der war voller Zysten.

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    • Liebe Kerstin,
      Ich freue mich zu hören, dass es Dir wieder gut geht und Du genau so wie ich, alles gut überstanden hast! Natürlich ist man nicht davor gefeit, dass man rückfällig wird oder eben wie in Deinem Fall Zysten zum Vorschein kommen! Und genau aus diesem Grund ist die Vorsorge so wichtig! Ich drücke Dich ganz fest und wünsche Dir weiterhin alles gute und viel Gesundheit!
      Ganz liebe Grüße
      Ela

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  2. Liebe Daniela
    Ich hatte vor mittlerweile rund zehn Jahren also etwa in deinem Alter … bin ja schon 52(!) – ähnliche Werte (pap III) drei mal hintereinander und eine anschließende fraktionierte cüretage. Ich weiß nicht was schlimmer war: das warten auf den histologischen Befund nach dem Eingriff oder aber das davor (also alles vor dem Eingriff). Gott sei dank war bei mir dann alles negativ u nach nur ca. einer Woche war ich wieder auf den Beinen. Ich würde jeder Frau raten RECHTZEITIG einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen und nicht zu vergessen ab 50 auch mindestens alle 2 Jahre eine Mammographie machen zu lassen !
    Dir weiterhin alles gute,
    U.
    http://www.ullismulticoloredlittleworld.com

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    • Liebe U,
      Es freut mich, dass bei Dir alles gut gegangen ist und auch Du zeitnah nach der Op wieder auf den Beinen warst! Da ich weiß, wie viele Frauen dieses Thema betrifft, ist es wichtig darauf hinzuweisen und auf die Vorsorge aufmerksam zu machen!
      Liebe Grüße
      Ela

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