Seelenmensch – Er hat mich gefunden

Die Frage ist, wo fängt man bei so einer Überschrift zu schreiben an?

Nach der großen Liebe habe ich mein ganzes Leben lang gesucht. Bis mir bewusst wurde, dass die Suche danach sinnlos ist. Allerdings brauchte ich eine Weile um das zu verstehen. Mir wurde bewusst, dass ich einige Beziehungen nicht eingehen hätte sollen, einfach weil von Anfang an klar war, dass Diese nur ein Lebensabschnitt sind und nicht fürs Leben.

Natürlich bin ich überglücklich meinen EX-Mann kennen gelernt zu haben, auch wenn die Beziehung alles andere als harmonisch war. Er war derjenige, der mir 2 wundervolle Kinder geschenkt hat. Die Beiden sind mein Ein und Alles und sie in meinem Leben zu haben, das größte Glück der Erde.

Als mir die Erkenntnis kam, nicht nach der Liebe meines Lebens zu suchen, hat sich so einiges verändert. Ich war auf einmal wieder ich selbst. Ich muss morgens nicht aufstehen und gut gelaunt sein, ich muss mir nicht täglich Make Up ins Gesicht schmieren ich muss nicht…. ach, da gibt es noch soooo viele Beispiele, die hier allerdings den Rahmen sprengen würden. Und mit der Zeit, war ich wieder die gute alte „Dani“ die ich vor mehr als 20 Jahren war.

Irgendwann kam dann wohl die Zeit wo ich mich Abends immer mehr langweilte. Die Kinder waren im Bett und im TV lief nur Blödsinn. So kam mir die Idee, mich bei einer Dating – Plattform anzumelden. Nicht um die große Liebe zu finden, nein, sondern einfach nur aus Interesse. Ich wollte einfach mal wissen wer sich auf so einer Seite rumtreibt und ganz ehrlich gesagt wollte ich mir die Zeit einwenig vertreiben. Also meldete ich mich bei Parship an. (Ich habe ganz bewusst eine Seite gewählt, wo mein Profilbild verpixelt angezeigt wird und ich selbst entscheiden kann, ob und wann ich mein Bild freigebe – ich wusste ja nicht, wer und was auf mich zukommt.) Es dauerte nicht lange bis mich die ersten Nachrichten erreichten. Da ich nicht auf der „Suche“ war, habe ich nur Anfragen und Nachrichten beantwortet, bei denen der Wohnort mehr als 300km weit entfernt war. Es war nett Menschen online kennen zu lernen und sich deren Lebensgeschichten anzuhören und auch einwenig sein eigenes Lebens preis zu geben. So vergingen einige Abende die ich am Computer mit schreiben verbrachte. Ich lernte witzige Menschen kennen, aber auch traurig Verzweifelte. Nicht das ihr jetzt glaubt, ich hätten den armen Männer falsche Hoffnungen gemacht, nein im Gegenteil, ich habe immer gleich geschrieben, dass mir die Entfernung zu groß ist und das nichts wird. Trotzdem haben mir manche ihre Herzen geöffnet und mich um Rat gefragt. Andere haben mir einfach freundschaftlich geschrieben und mir berichtet, wie es denn so an der Liebessuche-Front so läuft.

Bis mich diese eine Nachricht erreichte. Eine erste Nachricht, die ich ungemein witzig und charmant fand. Keine null acht fünfzehn Mail, wie die meisten „Freundschaftsanfragen“ waren, nein es war Eine, die mich beim lesen zum lachen brachte. Natürlich achtete ich wieder auf die 300km Entfernung und antwortet. So kam es, dass ich Nächte lang vorm Computer saß und wir uns so ziemlich alles erzählten. Von unserer Vergangenheit, unserer Kinder unsere Wünsche und Sehnsüchte, einfach alles. Irgendwann schrieb er mir seine Telefonnummer mit dem Text: wenn Du Dich traust, kannst mich ja auch gerne anrufen.

Wer mich kennt weiß, dass ich mich bei solchen Aussagen nicht zweimal bitten lasse, also rief ich an. Ab diesem Tag telefonierten wir täglich, abends so 3 – 4 Stunden. Es war witzig und interessant zugleich. Es war fast als hätten wir uns schon gekannt. Es gab keine peinlichen Momente in denen keiner etwas sagte oder wir uns anschwiegen. Nein wir hatten genug Gesprächsstoff für die nächsten 3 Jahre. Natürlich wusste ich zu diesem Zeitpunkt bereits dass auch er meine Interessen teilt und was er beruflich macht, aber ich habe nie gefragt wo er wohnt, denn es war für mich klar dass es Vöcklabruck (das mehr als 300km von Innsbruck entfernt liegt) ist. Da lag ich aber falsch. Er hat seinen Geburtsort angegeben, was ich bis dahin ja nicht wusste. Also kam nach 14 Tagen die Frage der Fragen: „Na, sollen wir uns mal auf einen Kaffee treffen?“ Ich fing zu lachen an und sagte frech: “ Du glaubst aber nicht im Ernst, dass ich nach Vöcklabruck für nen Kaffee fahre?“ Darauf er. “ ich hab nie gesagt, dass ich da lebe“. Worauf ich ihn recht sauer fragte, warum das dann in seinem Profil stünde…..

Darauf folgte ein recht plausibler Monolog und ich kam zu der Erkenntnis, dass er mir nie was vorgemacht hat. Ich war ja diejenige, die sich auf die 300km Entfernung versteift hat. Also erfuhr ich, dass er in Kitzbühel lebt und wo genau er arbeitete. Und weil ich ihn so sagenhaft Charmant fand, habe ich mich auf ein Treffen eingelassen.

Ich fuhr das Wochenende nach Kitzbühel. Zwei meiner Freundinnen gab ich Bescheid, wo ich hinfuhr und bat sie mich alle zwei Stunden anzurufen. Es hätte ja sein könnte, dass sich das Treffen doch als Reinfall entpuppte und ich so schnell wie möglich dort wegkommen wollte. Aber dem war nicht so. Es war mit Abstand der beste Tag seit langem. Ich war so ungemein nervös vor diesem Treffen, so kannte ich mich garnicht.

Als ich ihm endlich gegenüber stand, umarmte er mich und drückte mich ganz fest an sich. Das war der Moment in dem ich wusste, das ist mein Seelenmensch. Zum erstmal fand ich kurzfristig keine Worte. Ich war sprachlos. Er lockerte seine Umarmung und sah mir ganz tief in meine Augen….

……. jetzt nach fast 2 Jahren ist er der Mann an meiner Seite, der mich in allem unterstütz. Er ist der Fels in der Brandung, meine bessere Hälfte. Er geht mit mir durch dick und dünn ohne mich zu hinterfragen. Er liebt mich und meine Kinder so wie wir sind. Er ist der beste Stiefpapa, den man sich wünschen kann, der beste Freund und mein Ruhepol.

Liebe ist nicht vom ersten Tag an da, sie wächst mit jedem Kuss, jeder Berührung, Streit und jeder Versöhnung.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir erzählt wie ihr euren Seelenmenschen kennen gelernt habt.

Dicke UMÄRMELUNG

Ela

Allgemein

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Ich wurde vor 38 Jahren in Innsbruck (Österreich) geboren. Meine Kindheit habe ich als eine sehr schöne Zeit in Erinnerung. Damals war alles noch so unbeschwert und frei. Unsere Mama (ich habe eine 1 Jahr ältere Schwester) hat uns einfach 'Kind sein' lassen. Wir mussten nicht funktionieren, wie es heute von einem Erwachsenen verlangt wird. Wir mussten nicht irgendwelche Erwartungen erfüllen. Für unsere Mama war es einfach nur wichtig, dass wir eine schöne und unbeschwerte Kindheit haben.

Je älter ich wurde, umso komplizierter wurde das Leben. Plötzlich musste ich mich mit Schmetterlingen im Bauch und Liebeskummer auseinandersetzen. Die Welt, so wie ich sie kannte, hat sich verändert.

Natürlich war ich ein kleiner Rebell unter den pubertierenden Teenagern, aber auch diese Zeit ging vorbei....

..... jetzt nach ein paar Jährchen bin ich eine 'Single Mum' von 2 Kindern. Die Beiden (6 und 8 Jahre) treiben mich manchmal in den Wahnsinn. es kommt mir manchmal so vor, als wäre das die Strafe für meine Teenagerzeit. Aber nichts desto trotz möchte ich sie keinen Tag missen.

Hier erzähle ich einwenig aus unserem Leben und versuche anderen Mut zu machen, vielleicht das eine oder andere Mal aus der Reihe zu tanzen und nicht immer der Gesellschaft zu entsprechen....

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